Impfung: DRK gut vorbereitet – Nur der Impfstoff fehlt

Eich. Ulrich Lupart hat heute das Corona-Impfzentrum in Eich besucht und dem DRK als Betreiber der Einrichtung gedankt: „Hier wurde innerhalb weniger Wochen eine Infrastruktur geschaffen, die durchdacht ist, gut funktioniert und bei Bedarf unkompliziert erweitert werden kann. Umso unverständlicher ist aber das Versagen der Bundesregierung bei der Impfstoff-Bereitstellung. Damit wurden bei den Menschen Erwartungen geweckt, die jetzt nicht bedient werden können, was unnötig Frust schafft. Selbst das DRK hatte dieses Desaster bei der Versorgung nicht einkalkuliert und muss nun die Kritik mit ausbaden.“ DRK-Sprecher Kai Kranich hatte Lupart auf dem Rundgang begleitet und die Probleme klar benannt. Momentan stehen im Vogtland täglich lediglich 170 Impfdosen zur Verfügung.
Dessen ungeachtet plädiert Lupart für weitere Impfstandorte im Vogtland und Impfmöglichkeiten durch Hausärzte: „Beim DRK ist man zuversichtlich, dass dies mit der Zulassung und Bereitstellung weiterer Impfstoffe möglich sein wird.“ (ts)

Schnelltests für Schüler: Landratsamt handelt diesmal richtig

Plauen/Oelsnitz. Ulrich Lupart begrüßt die nunmehr für das Vogtland getroffene Lösung, Schüler mit Sonderbussen zu Corona-Schnelltests zu fahren. „Das entspricht zwar nicht meiner am Mittwoch gestellten Forderung, die Tests von mobilen Teams in den Schulen durchführen zu lassen, ist aber allemal besser, als die Mädchen und Jungen mit dem ÖPNV zu transportieren, wie es zunächst angedacht war. Auch die Ankündigung, Schüler und Lehrer mit FFP2-Masken auszustatten, finde ich durchdacht. Da muss man das Landratsamt wirklich mal loben.“ Doch Lupart wäre nicht Lupart, wenn er nicht schon einen neuen Vorschlag parat hätte: „Richtig gut könnte das Amt dastehen, wenn es beim Thema Impfzentrum im Treuener Ortsteil Eich einen Schritt auf besonders betagte Mitbürger zugehen würde. Wenigstens in den noch verbleibenden Winterwochen bis Ende Februar sollten Impfwilligen über 80 Jahre Taxi-Gutscheine angeboten werden, damit diese unkompliziert nach Eich und zurück gelangen können.“ (ts)

Impfen: Oelsnitz mit Alternative

Oelsnitz. Oelsnitz will auf ein dezentrales Corona-Impfen vorbereitet sein und schlägt deshalb zwei mögliche Anlaufpunkte in der Stadt vor: die Vogtlandsporthalle und die Turnhalle Alte Reichenbacher Straße. Darauf haben sich Oberbürgermeister Mario Horn und Landtagsabgeordneter sowie Vize-Oberbürgermeister Ulrich Lupart heute bei einem Treffen im Rathaus verständigt. „Zwar weiß zum heutigen Zeitpunkt keiner genau, wann genügend Impfstoff zur Verfügung steht und alle, die es möchten, ohne große Wartezeiten geimpft werden können. Aber wir sollten zeitig genug Alternativen anbieten, die Impfung für unsere Bürger auch außerhalb des Treuener Impfzentrums möglich zu machen“, sagt Lupart. Und Horn ergänzt: „Noch sind die beiden Standorte in der Prüfung, aber beide sind gleichermaßen geeignet. Die Vogtlandsporthalle durch ihre zentrale Lage und günstige Anbindung an den ÖPNV wohl sogar noch etwas besser.“ Das DRK als Koordinator des sächsischen Corona-Impfgeschehens werde nun über das Oelsnitzer Angebot informiert. (ts)

Corona: Schnellschuss bei Schüler-Schnelltests

Plauen/Oelsnitz. Ein sofortiges Umdenken bei den angekündigten Corona-Schnelltests für Schüler in Sachsen fordert Landtagsabgeordneter Ulrich Lupart und sieht Landrat Rolf Keil in der Pflicht.  „Weil er, wie heute der Presse zu entnehmen ist,  schon selbst Zweifel an der Aktion hat, darf er nicht nur reden sondern muss in Dresden vorstellig werden, um dem offenkundigen Unsinn noch vor Beginn ein Ende zu bereiten“, sagt  Lupart: „Schnelltests  für Schüler sind im Prinzip eine gute Sache, doch nicht, indem man die Mädchen und Jungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln quer durchs Vogtland zu den fünf Testzentren  karrt. Was passiert denn, wenn dort einer aus dieser Reisegruppe  positiv getestet wird? Fährt dann der Bus leer zurück, weil alle ohnehin in Quarantäne müssen?“ Statt Testzentren fordert Lupart mobile Testteams, die in die Schulen kommen und dort ihre Proben nehmen. „Dafür muss sich der Landrat jetzt einsetzen. Ich wünsche mir, dass er Ministerpräsident Kretschmer anruft und sagt, lieber Michael, wir machen im Vogtland diesen Quatsch nicht mit, den sich das Kultusministerium da ausgedacht hat.“ (ts)

Impfzentrum: Verhaltener Start am Montag

Oelsnitz. Zunächst nicht mehr als 64 Impfdosen können am Montag im neuen Corona-Impfzentrum im Treuener Ortsteil Eich verabreicht werden – vorzugsweise an Mitarbeiter der Altenpflege und der Rettungsdienste. Hinzu kommen noch einmal 100 Dosen, die mobile Impfteams etwa in vogtländischen Alten- und Pflegeheimen verteilen. „Mehr ist in den ersten Tagen nicht zu erwarten, weil es noch an Impfstoff fehlt“, informiert Ulrich Lupart, nachdem sein Oelsnitzer Bürgerbüro heute ein Gespräch mit dem Deutschen Roten Kreuz Sachsen geführt hat, das die Zentren im Freistaat betreibt. „Und diesen Mangel muss man den Menschen auch deutlich kommunizieren, um allzu hohe Erwartungen zu dämpfen. Ich bin in den letzten Tagen und Wochen immer wieder darauf hin angesprochen worden, deshalb habe ich heute nachfragen lassen und werde mir nächste Woche bei einem Besuch noch einen persönlichen Eindruck machen können“, sagt Lupart. Was er von DRK-Landesverbandssprecher Kai Kranich heute noch erfuhr: Gibt es einmal genug Impfstoff, können in Eich auf insgesamt vier Impfstrecken täglich mindestens 400 Personen geimpft werden – mit einiger Luft nach oben. Geimpft werde montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr. Samstags und sonntags nach jetziger Planung von 9 bis 17 Uhr. Impfwillige müssen für einen Termin rund 30 bis 45 Minuten einplanen. Insgesamt sind zwei Impfungen nötig. (ts)

Corona-Impfung: Kurze Wege für alte Beine

Plauen/Oelsnitz. Als Alternative zum umstrittenen Standort des vogtländischen Corona-Impfzentrums in Eich schlägt Ulrich Lupart mittelfristig den Aufbau dezentraler Stationen vor – beispielsweise in Turnhallen oder Bürgerhäusern von Städten und Gemeinden. „Ich gehe davon aus, dass wir in den kommenden Monaten Impfstoffe zur Verfügung haben werden, die etwa bei der Kühlung anspruchsloser sind als der von Biontech/Pfizer und deshalb mit geringerem logistischen Aufwand verabreicht werden können“, sagt Lupart. Das lasse sich dann auch dezentral gut organisieren. Und damit entfalle für viele Vogtländer die aufwändige Fahrt in den Treuener Ortsteil. „Der Tobertitzer könnte sich dann vielleicht in Weischlitz, die Neumarkerin in Reichenbach impfen lassen.“

Dessen ungeachtet will sich Lupart im künftigen Impfzentrum Treuen/Eich über den aktuellen Sachstand informieren. „Ich habe die dafür zuständige Staatsministerin Petra Köpping angeschrieben und um einen Besichtigungstermin gebeten.“ (ts)

Infektionszahl: Analog statt digital

Oelsnitz/Plauen. Nachdem die Zahl positiver Corona-Fälle im Vogtlandkreis innerhalb weniger Tage von einem vergleichsweisen niedrige Niveau exorbitant in die Höhe geschnellt ist, bundesweit gar einen Spitzenwert erreicht hat und der Kreisverwaltung nun öffentlich Versagen vorgeworfen wird, zeigt Landtagsabgeordneter Ulrich Lupart teils Verständnis. Er fordert aber zugleich unverzügliche Aufklärung und Beseitigung der Schwachstellen: „Die liegen vor allem in der Datenübermittlung, wie mir der Landrat auf Nachfrage heute am Telefon erläutert hat. Dass hier noch mit Fax gearbeitet wird, kann eigentlich nicht sein, ist aber leider so. Rolf Keil hat mir jedoch versprochen, dass diese tägliche Meldung des Gesundheitsamtes ab Januar digitalisiert wird.“
Lupart geht nun davon aus, dass die aktuell hohe Inzidenz als Folge des über Weihnachten gebildeten Meldestaus in den nächsten Tagen deutlich sinken wird. Allerdings bleibt auch für ihn ein bitterer Beigeschmack: „Die offenbar schon länger bekannten Schwachstellen hätte das Landratsamt vorab transparent kommunizieren müssen. „So haben sich viele Vogtländer während der Festtage durch niedrige Inzidenzwerte in trügerischer Sicherheit gefühlt. Das hätte so nicht passieren dürfen.“ (ts)

Advent: Weihnachtslieder vom Trabi-Dach

Oelsnitz. Am Sonntag wird es auf Oelsnitzer Straßen weihnachtlich – zumindest akustisch. Landtagsabgeordneter und Vizeoberbürgermeister Ulrich Lupart setzt sich gemeinsam mit Veranstaltungstechniker Ronny Hertel in einen mit Lautsprechern bestückten Trabi, um Weihnachtsmusik zu spielen: „Wir wollen den Leuten kurz vor dem harten Lockdown in Sachsen noch etwas Festtagsstimmung bringen – einfach so“, sagt Lupart über seine Idee, mit der zugleich an die Probleme der Veranstaltungsbranche erinnert werden soll. „Ronny Hertel hat gerade viel Zeit übrig, weil ja alle Veranstaltungen abgesagt sind. Warum also diese Zeit nicht nutzen, um den Leuten etwas Freude bringen. In Leipzig fahren Musiker vom Gewandhausorchester im offenen Bus durch die Stadt, um zu spielen. Das können wir uns in Oelsnitz nicht leisten, aber ein Trabi geht immer.“
Update: Aus dem Trabi wurde technisch begründet dann doch ein VW, Musik gab es aber trotzdem. Ab 17 Uhr sind Ulrich Lupart und Ronny Hertel für gut zwei Stunden mit ihrem Musikanhänger durch die Stadt gefahren, haben hier und da Station gemacht – etwa im Neubaugebiet, in der Siedlung und in Lauterbach. Teils waren die Menschen überrascht, teils wussten sie von der Aktion aus der Zeitung. „Wir haben durchweg Zustimmung erfahren“, sagt Lupart. „Einige kamen gar mit Stollen und Getränken nach draußen und haben sich bedankt.“
Update: Aller guten Dinge sind drei. Am Mittwochabend (23. Dezember) fährt Ulrich Lupart noch einmal mit seinem Weihnachtsmusik-Mobil durch Oelsnitz und hat diesmal sogar Geschenke dabei: Weihnachtssterne insbesondere für die Anwohner am Letzten Heller. „Die Leute dort haben unter dem Straßenbau der Bundesstraße in den vergangenen Monaten derart gelitten, dass ihnen eine kleine Anerkennung gebührt“, sagt er. Die Blumen will er vor den Türen abstellen – kontaktfrei, um in Coronazeiten die Hygieneregeln einzuhalten. Gespendet wurden sie unter anderem von der Gärtnerei Tröltzsch.(ts)

Vogtlandnetz 2019+: Finanziell offenbar auf Kante genäht

Plauen/Oelsnitz. Ulrich Lupart begrüßt die weitere Finanzierung des Nahverkehrskonzeptes Vogtlandnetz 2019+ durch den Freistaat, nachdem der Geldfluss zwischenzeitlich stockte und die Verantwortlichen im Vogtland erfolgreich Alarm geschlagen hatten. „So eine Situation darf sich aber nicht wiederholen“, mahnt er in Richtung Staatsregierung. „Mir scheint allerdings, dass hier etwas ins Leben gerufen wurde, was von Anfang an finanziell auf Kante genäht war. Das ist unredlich.“ Ob sich das Vogtlandnetz tatsächlich bewährt, müsse nun die Zukunft zeigen. „2020 und auch 2021 können wegen Corona sicherlich nicht als Maßstab für die Auslastung genommen werden. Hier müssen wir dem Projekt noch Zeit geben.“ (ts)

Schulsport: Eisbahn mit Angebot

Oelsnitz. Ulrich Lupart will aufs Glatteis führen. Konkret jene Schüler, die den Sportunterricht einmal anders und an der frischen Luft erleben wollen. „Unsere Eisbahn an der Elsterstraße ist wegen Corona derzeit nur eingeschränkt nutzbar“, sagt der Landtagsabgeordnete, der auch Oelsnitzer Vize-Oberbürgermeister ist und deshalb die Stadtwerke als Bahn-Betreiber unterstützen möchte. „Dort wurde extra ein Konzept erarbeitet, welches allen Schülern die Möglichkeit bietet, nach Voranmeldung im Klassenverband und mit ihren Lehren zu uns zu kommen. Für anderthalb Stunden werden pro Schüler zwei Euro Eintritt verlangt – Schlittschuhausleihe inklusive.“ Oelsnitzer Einrichtungen nutzen das Angebot bereits. „Jetzt wollen wir auch noch den Rest des Vogtlandes einladen“, sagt Lupart, der dafür auch den Landrat begeistern konnte. „Allerdings nur begeistern, eigentlich wollten ich, dass er auch Geld für An- und Abreise der Kinder zu Verfügung stellt. Hat aber leider nicht geklappt.“ Landrat Rolf Keil verwies hingegen auf das Schülerticket Vogtland als kostengünstige Alternative und den öffentlichen Personennahverkehr. (ts)