Forum Energie: Lob und Tadel

Plauen. Ein Lob und eine für Plauens OB Steffen Zenner heikle Frage hat es von Ulrich Lupart beim Forum Energie am Montagabend in der Plauener Festhalle gegeben. Gelobt hat der Landtagsabgeordnete den Stadtchef dafür, das Forum überhaupt ausgerichtet und so etwas mehr Transparenz in die schwierige Energiesituation gebracht zu haben. Lupart regte deshalb an, dass auch andere vogtländische Bürgermeister dem folgen und ähnliche Veranstaltungen in ihren Kommunen organisieren sollten. Seine konkrete Frage an Zenner aber, ob dieser angesichts der Gaskrise denn nun für die Öffnung vor Nord Stream 2 sei, wollte der OB jedoch nicht beantworten. Lupart: „Da hätte ich Klartext erwartet. Aber keine Antwort ist eben auch eine Antwort.“ Lupart rief auf, bei den jetzt beginnenden Straßenprotesten nicht nachzulassen. „Die Leute müssen aufwachen, weil es gerade an ihre Existenz geht.“ Zum Forum waren gut 150 Besucher gekommen. Rede und Antwort standen neben dem OB noch die Geschäftsführer

Ulrich Lupart am Montagabend beim Forum Energie in der Plauener Festhalle.
© Thomas H Stranz
der Plauener Stadtwerke, des Wasserzweckverbandes sowie Verbraucherschützer und Energieberater. (ts)

Friedenstaube: Fahne weht vor dem Rathaus

Vor dem Oelsnitzer Rathaus weht jetzt eine Friedensfahne. Foto: Thomas H. Stranz
Seit Freitagmittag weht vor dem Oelsnitzer Rathaus die Friedensfahne: eine weiße Taube auf blauem Grund. Der Anstoß dazu kam von Buchhändlerin Kathrin Jakob, die schräg gegenüber ihren Laden betreibt und das Geschäft schon länger mit diesem markanten Friedenssymbol schmückt. Umgesetzt hat die Fahnen-Idee letzthin Vizeoberbürgermeister Ulrich Lupart während er OB Mario Horn im Urlaub vertreten hatte. Und Lupart unterstützt auch Jakobs Herzenswunsch, wonach solche Friedensbotschaften bald vor allen Rathäusern wehen sollen.
Um dem Nachdruck zu verleihen, plant Oelsnitz nun eine besondere Aktion, an der sich alle Bürger beteiligen können. Am 1. September, dem Weltfriedenstag, wird zum gemeinsamen Singen des Liedes „Kleine weiße Friedenstaube“ aufgerufen. Treffpunkt dazu ist um 10.30 Uhr vor dem Rathaus. Für die musikalische Begleitung sorgen Mädchen und Jungen der Oberschule Oelsnitz.
Das immer noch aktuelle Lied stammt übrigens aus der Feder von Erika Schirmer und entstand bereits vor mehr als sieben Jahrzehnten. Buchhändlerin Jakob ist mit der 1926 geborenen Schriftstellerin befreundet. (ts)

Zukunftszentrum: Unterstützung auch per Videobotschaft

Screenshot/Video: Thomas H. Stranz
Die gemeinsame Bewerbung von Plauen und Leipzig um das vom Bund ausgelobte Projekt Zukunftszentrum Deutsche Einheit und Europäische Transformation wird auch von Ulrich Lupart untersützt. Für das ehrgeizige Vorhaben stehen 200 Millionen Euro zur Verfügung. Die entsprechende Videobotschaft sehen Sie hier:

Angebot: Lupart lädt Kretschmer ein

Oelsnitz/Plauen. Vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Energiekrise und erwartbaren wirtschaftlichen Verwerfungen sowie gesellschaftlichen Spannungen hat Ulrich Lupart in Abstimmung mit seinem Landtagskollegen Frank Schaufel Ministerpräsident Michael Kretschmer ins Vogtland eingeladen. Geplant ist ein Gespräch mit Bürgern. Lupart: „Wir sehen in den von Michael Kretschmer jüngst gemachten Äußerungen zur Energiesicherheit Signale, dass da ein Ministerpräsident in der Realität angekommen ist und den Ernst der Lage erkannt hat. Dafür braucht er den möglichst unverstellten Kontakt zum Bürger. Und den wollen wir herstellen. Wir freuen uns auf seine Zusage.“
Die Einladung wurde am Freitag in Dresden übergeben. Eine Antwort steht noch aus. (ts)

Brandbrief: Oelsnitz unterstützt Reichenbach

Oelsnitz/Reichenbach. Die Stadt Oelsnitz unterstützt die geplante öffentliche Auslegung des Reichenbacher Brandbriefes an Wirtschaftsminister Robert Habeck zur Energiesituation. Ziel ist es, möglichst viele Unterschriften für eine Petition an den Bundestag zu bekommen. „Wir sind bereit, entsprechende Unterschriftslisten auch bei uns im Rathaus und in Geschäften der Stadt auszulegen, damit sich die Bürger beteiligen können“, sagt Ulrich Lupart, der den Oelsnitzer OB Mario Horn diese Woche urlaubsbedingt vertritt. In dem Offenen Brief des Krisenstabes Energie der Stadt Reichenbach wird unter anderem die Öffnung der Erdgastrasse Nord Stream 2 gefordert. (ts)

Bahnausbau: Dass Frau Magwas überrascht ist, überrascht

Bildrechte: DB
Oelsnitz. Die Nachricht, dass der Ausbau der Bahnstrecke Nürnberg-Marktredwitz-Schirnding als nicht wirtschaftlich eingestuft wurde und somit keine Elektrifizierung der Strecke stattfinden wird, hat für Verwunderung und Empörung gesorgt. Hauptsächlich bei denen, die sich mit dem Thema Bahnverkehr in Südwestsachsen und Nordostbayern offensichtlich nie ernsthaft beschäftigt haben, wie die langjährige Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas (CDU). Dazu Ulrich Lupart: „Es ist tatsächlich so, dass durch die weiterhin fehlende Elektrifizierung der Strecke Nürnberg-Marktredwitz auch langfristig keine umsteigefreie Zugverbindung von Südwestsachsen nach Nürnberg angeboten werden kann. Da die Deutsche Bahn aber ohnehin nie geplant hatte, eine solche Verbindung anzubieten, ändert sich praktisch nichts. Das Vogtland ist wie ganz Südwestsachsen seit Jahrzehnten vom sogenannten Schienenpersonenfernverkehr, besser bekannt als ICE, IC und EC abgehängt und das wird sich, von marginalen Verbesserungen abgesehen, bis mindestens in die 2040er Jahre hinein nicht ändern. Es wird ab ca. 2032 eine durchgehende Intercity-Verbindung von Dresden über Plauen nach München geben und mehr nicht. Politisch wird das sicher als großer Erfolg und als Anschluss des Vogtlandes an das Fernverkehrsnetz vermarktet werden, im Prinzip ist es aber unbedeutend, da sich die Reisezeiten kaum verkürzen werden und die aktuelle Generation der Intercity-Züge äußerst unkomfortabel ist.
Warum ausgerechnet eine Abgeordnete, die seit neun Jahren im Bundestag sitzt, von dieser Entwicklung überrascht ist, ist wiederum überraschend, da sämtliche Informationen zum Thema frei verfügbar sind. Desinteresse und Inkompetenz könnten eine Erklärung sein. Ansonsten zielen sämtliche Investitionen in die Eisenbahninfrastruktur in der Region auf eine Steigerung der Leistungsfähigkeit für den Schienengüterverkehr. Kurz gesagt hat man entschieden, dass im Westen ICE gefahren wird und im Osten Güterzug.
Nach Fertigstellung des Ostkorridors wird auch das Vogtland von dieser Entwicklung stark betroffen sein, 130 Güterzüge täglich werden wohl Normalität werden. Da ist bestenfalls noch Raum für etwas Regionalverkehr. Die Strecke Nürnberg – Marktredwitz – Schirnding wäre eine schöne Ergänzung für den Schienengüterverkehr. In Zeiten leerer Staatskassen ist sie aber am ehesten verzichtbar, wie die jüngste Entwicklung gezeigt hat. Für das Vogtland geht es in Sachen Bahnausbau momentan eigentlich nur um vernünftigen Lärm- und Erschütterungsschutz entlang der Strecke Werdau/Zwickau – Hof, um die Anwohner vor dem bösen Erwachen zu bewahren. Leider wird dieses Thema bislang vollständig ignoriert.“ (aj)

Energiesicherheit: Auch russisches Gas gehört zu Deutschland!

Oelsnitz. Angesichts der sich abzeichnenden Energiekrise in Deutschland fordert Ulrich Lupart die sofortige Öffnung der Erdgastrasse Nord Stream 2. Der Landtagsabgeordnete ist auch Mitglied im Aufsichtsrat der Oelsnitzer Stadtwerke: „Bei der Sitzung am Montagabend werde ich dafür werben, dass sich der Aufsichtsrat meiner Forderung anschließt und gegenüber Staats- und Bundesregierung in die Offensive geht. Denk- und Handlungsverbote darf es nicht geben, alles muss erlaubt sein, wenn im Gegenzug der Niedergang unserer Wirtschaft und kalte Wohnungen drohen. Und wenn ich dann heute lese, dass sogar Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger inzwischen vor Unterrichtsausfällen wegen Engpässen bei der Gasversorgung warnt, weiß ich doch, wie ernst die Lage ist.“ (ts)

Vogtlandspiele: Drei sportliche Tage in Plauen

Plauen. Im Vogtlandstadion haben heute die Vogtlandspiele in den Sommersportarten begonnen. Noch bis Sonntag kämpfen rund 5000 Mädchen und Jungen um Plätze und Medaillen. Bereits zum fünften Mal ist die Stadt Plauen Austragungsort der beliebten Breitensportveranstaltung im Kinder- und Jugendsport, die heuer Teil der Feierlichkeiten zum 900. Stadtgeburtstag ist. Ulrich Lupart, auch Mitglied im Präsidium des Kreissportbundes, war am Vormittag bei der Eröffnung dabei und wünscht allen Teilnehmern bestmögliche Erfolge. (ts)

Bei der Eröffnung am Vormittag im Vogtlandstadion.
(c) Thomas H. Stranz

Tag des offenes Hofes: Minister fehlt

Theuma. Dass Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther heute Vormittag nur einen Vertreter geschickt hatte, sorgte für Unverständnis bei der Eröffnung des Hoffestes der Agrargenossenschaft Theuma. „Es zeigt, welchen offenbar geringen Stellenwert der Minister unseren Landwirten beimisst. Dabei sind sie es doch, die für unsere Lebensgrundlage sorgen“, so Ulrich Lupart.

Zuvor hatte schon Gunther Zschommler, Vizepräsident des Sächsischen Landesbauernverbandes, in seinem Grußwort unter Beifall gefordert: „ein Minister gehört zu seinen Bauern“. Gerade in Zeiten, in denen vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und der gravierenden Auswirkungen auf Agrarmärkte und Preise die Lebensmittelversorgung weltweit angespannt sei. Minister Günther zeichnet zwar als Schirmherr beim Tag des offenen Hofes verantwortlich und hatte auch ins Vogtland eingeladen, zog es aber schließlich vor, zur Jugendklimakonferenz nach Chemnitz zu reisen.

Gefordert und ebenfalls mit Beifall quittiert wurde in Theuma auch, die Flächenstilllegung in der Landwirtschaft zu überdenken. Lupart: „Vier Prozent der Äcker nicht zu nutzen ist fahrlässig.“ Auch hier müsse sich Minister Günther klar positionieren. (ts)