Vogtlandspiele: Drei sportliche Tage in Plauen

Bei der Eröffnung am Vormittag im Vogtlandstadion. Foto: © Thomas H. Stranz
Plauen. Im Vogtlandstadion haben heute die Vogtlandspiele in den Sommersportarten begonnen. Noch bis Sonntag kämpfen rund 5000 Mädchen und Jungen um Plätze und Medaillen. Bereits zum fünften Mal ist die Stadt Plauen Austragungsort der beliebten Breitensportveranstaltung im Kinder- und Jugendsport, die heuer Teil der Feierlichkeiten zum 900. Stadtgeburtstag ist. Ulrich Lupart, auch Mitglied im Präsidium des Kreissportbundes, war am Vormittag bei der Eröffnung dabei und wünscht allen Teilnehmern bestmögliche Erfolge. (ts)

Tag des offenes Hofes: Minister fehlt

Theuma. Dass Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther heute Vormittag nur einen Vertreter geschickt hatte, sorgte für Unverständnis bei der Eröffnung des Hoffestes der Agrargenossenschaft Theuma. „Es zeigt, welchen offenbar geringen Stellenwert der Minister unseren Landwirten beimisst. Dabei sind sie es doch, die für unsere Lebensgrundlage sorgen“, so Ulrich Lupart.

Zuvor hatte schon Gunther Zschommler, Vizepräsident des Sächsischen Landesbauernverbandes, in seinem Grußwort unter Beifall gefordert: „ein Minister gehört zu seinen Bauern“. Gerade in Zeiten, in denen vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und der gravierenden Auswirkungen auf Agrarmärkte und Preise die Lebensmittelversorgung weltweit angespannt sei. Minister Günther zeichnet zwar als Schirmherr beim Tag des offenen Hofes verantwortlich und hatte auch ins Vogtland eingeladen, zog es aber schließlich vor, zur Jugendklimakonferenz nach Chemnitz zu reisen.

Gefordert und ebenfalls mit Beifall quittiert wurde in Theuma auch, die Flächenstilllegung in der Landwirtschaft zu überdenken. Lupart: „Vier Prozent der Äcker nicht zu nutzen ist fahrlässig.“ Auch hier müsse sich Minister Günther klar positionieren. (ts)

Straßebau: Sägewerk leidet unter Einschränkungen

Werda/Oelsnitz. Der Rückbau der maroden Kreisstraße 7838 zwischen Werda und Korna zum Radweg beschäftigt jetzt Ulrich Lupart. „Ich will vom Landkreis genau wissen, was wann und zu welchen Konditionen dort passieren soll. Und selbst bei einer künftigen Nutzung nur als Fuß- und Radweg muss gewährleistet sein, dass die Straße für das dortige Sägewerk Jahnsmühle passierbar ist – etwa durch eine Sondergenehmigung.“ Lupart hatte sich am Dienstag bei Sägewerksbetreiber Uwe Schauer vor Ort informiert. Der Betrieb, für den die Straße eine wichtige Lebensader darstellt, leidet erheblich unter den Einschränkungen, fürchtet sogar um seine Existenz. Lupart: „Es darf nicht sein, dass der Landkreis einen über Jahrhunderte gewachsenen Familienbetrieb so einfach aufs Spiel setzt.“ (ts)

Friedensbotschaft per LED

Oelsnitz/Vilnius. Seit heute läuft auf den beiden LED-Werbetafeln in Oelsnitz eine Friedensbotschaft des Landtagsabgeordneten Ulrich Lupart. Das besondere Detail: eine Friedenstaube mit der blau-gelben Fahne der Ukraine. Auslöser war ein Erlebnis, das Lupart jüngst als Mitglied einer Landtagsdelegation hatte, die innerhalb des Formats Forum Mitteleuropa das litauische Vilnius besuchte. Dort empfand Matthias Sonn, der deutsche Botschafter in Litauen, während einer Podiumsdiskussion Luparts Frage, ob er es denn für möglich halte, Frieden auch ohne Waffen zu schaffen, offenbar als Provokation und reagierte entsprechend. Die Mehrheit der AfD-Mitglieder verließ daraufhin den Saal. Lupart: „Auch wenn Herr Sonn im Nachgang über unseren Delegationsleiter eine Entschuldigung übermitteln ließ, zeigt das für mich, dass eine friedliche Lösung des Konflikts mit Russland wohl unerwünscht ist. Stattdessen sollen Waffen sprechen. Zudem will man Deutschland als Kriegspartei und Zahlmeister. Das ist für mich inakzeptabel und hochgefährlich für den Frieden in Europa und der Welt.“ (ts)

Ukraine-Krieg: Tunnelblick ein schlechter Ratgeber

Oelsnitz/Vilnius. Ulrich Lupart hat seinen Plan verworfen, für Oelsnitz eine Partnerstadt in Litauen zu finden. „Nach meinem Besuch beim Forum Mitteleuropa in Vilnius bin ich einigermaßen ernüchtert“, sagt Lupart: „Unsere Landtagsdelegation hatte während des knapp zweitägigen Aufenthaltes leider zwar nur Gelegenheit, mit Vertretern aus der Politik zu sprechen. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts habe ich dort aber einen Tunnelblick in Bezug auf Russland gespürt, der hier im Vogtland ganz sicher nicht zu vermitteln ist. Keine Frage, Russland ist in dem Krieg der Aggressor, gehört in die Schranken verwiesen. Trotzdem müssen die Gesprächskanäle nach Moskau offen für eine diplomatische Lösung bleiben. Was ich aber mehrheitlich von den Litauern vernommen habe, ist die Forderung, Russland möglichst komplett niederzuringen – mit bedingungsloser westlicher, vor allem deutscher Hilfe. Das bereitet mir große Sorgen.“ (ts)

Europa-Konferenz in Vilnius: Ausschau nach Partnerstadt

Vilnius/Oelsnitz. Ulrich Lupart reist morgen mit einer Delegation des Sächsischen Landtages in die litauische Hauptstadt Vilnius. Dort findet eine zweitägige Konferenz zum Thema „Deutschland, Mitteleuropa und die östlichen Nachbarn“ statt. „Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse in der Ukraine ist es wichtig, die baltischen Staaten stärker in den Blick zu nehmen“, meint Lupart und packt gleich eine Idee mit ins Handgepäck: „Ich werde mich am Rande der Konferenz um eine litauische Partnerstadt für Oelsnitz bemühen. Mit unserem Oberbürgermeister Mario Horn habe ich bereits darüber gesprochen. Und womöglich haben ja auch noch andere vogtländische Orte Interesse.“ Zu der rund 40 Mitglieder zählenden Delegation gehört aus dem Vogtland noch der CDU-Abgeordnete Andreas Heinz. (ts)

Fall Glitzner: Landratskandidaten müssen Farbe bekennen

Plauen/Oelsnitz. Ulrich Lupart fordert von den fünf zur Landratswahl stehenden Kandidaten umgehend Auskunft darüber, wie sie Licht ins Dunkel um die kreiseigene Müllfirma Glitzner bringen wollen: „Landrat Rolf Keil wird sich in seinen restlichen Tagen im Amt wohl nicht mehr groß kümmern. Ich erwarte aber vom Nachfolger, dass er bei dem Thema Dringlichkeit an den Tag legt. Schließlich geht es für die Vogtländer vor allem darum, bei den Kosten für die Müllentsorgung nicht überfordert zu werden. Doch genau das befürchte ich für die Zukunft. Und ganz besonders würde mich natürlich die Meinung von Kandidat Uwe Drechsel interessieren, der als langjähriger Vizelandrat eine Mitverantwortung für die aktuelle Situation trägt. Einen Untersuchungsausschuss halte ich hier für notwendig.“ Freie Presse hatte am Dienstag über eine unklare Finanzlage der nun zum Verkauf stehenden Firma berichtet. (ts)

Waffenlieferung: Spiel mit dem Feuer

Plauen/Dresden. Bei der kontroversen Debatte um die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine stellt sich Ulrich Lupart an die Seite von Ministerpräsident Michael Kretschmer und seines vogtländischen Landtagskollegen Sören Voigt. Beide CDU-Politiker sehen solch ein Vorhaben kritisch. Lupart: „Gerade für Deutschland steht viel auf dem Spiel. Und wir haben hier eine historische Verantwortung, es nicht zu einem weiteren Weltkrieg kommen zu lassen.“ Ausdrücklich missbilligt Lupart Äußerungen der ebenfalls aus dem Vogtland stammenden Bundestagsabgeordneten Yvonne Magwas, deren CDU-Fraktion jüngst für Waffenlieferungen gestimmt hat. Lupart: „Ich glaube nicht, dass dies die Mehrheitsmeinung von uns Vogtländern ist. Was Frau Magwas zu dem Thema zu sagen hat, hört sich für mich inzwischen wie gefährliches Kriegsgeschrei an.“ (ts)

Jahresempfang: Von OB Steffen Zenner enttäuscht

Plauen. Mit einer bemerkenswerten Rede in einem perfekt choreografierten Umfeld hat Steffen Zenner am Montagabend in der Festhalle frischen Wind in den Jahresempfang des Plauener Oberbürgermeisters gebracht. Ulrich Lupart hat trotzdem Grund zur Kritik. Und das liegt an einem kurzen Einspieler, den ein junges Künstlerkollektiv über Plauens Einwohner gedreht hat. Ihnen wurde nämlich – wenn auch augenzwinkernd – Rückständigkeit unterstellt, läsen sie doch wohl mehrheitlich nur die Bild-Zeitung und das AfD-Programm. „Das ist zumindest geschmacklos und konterkariert zugleich Zenners Rede“, findet AfD-Landtagsabgeordneter Lupart: “Denn Steffen Zenner, den ich fachlich schätze und der sich politisch um Ausgewogenheit zu mühen scheint, hatte in seiner Festansprache sogar den Wunsch geäußert, dass die Stadtgesellschaft nun Gräben zuschütten sollte, die sich nicht zuletzt aus den durch Corona sich noch verstärkten unterschiedlichen politischen Ansichten ergeben hätten. Der Film tut aber genau das Gegenteil, gießt Öl ins Feuer. Dabei kannte Herr Zenner den Film vor seiner Uraufführung, hatte ihn ausdrücklich gelobt und die Macher noch am Abend ausgezeichnet. Vom Plauener Oberbürgermeister bin ich inzwischen politisch wie auch menschlich ein Stück weit enttäuscht.” (ts)

Tourismus: Keine Neiddebatte im Vogtland

Ulrich Lupart (Mitte) bei einem der Workshops in Bad Elster. (c) Thomas H. Stranz
Bad Elster. Am Mittwoch trafen sich in Bad Elster unter dem Dach des Landestourismusverbandes Politiker und regionale Gastgeber zur Bestandsaufnahme und zum Ausblick in die Zukunft – insbesondere nach Corona. Für Ulrich Lupart stand im Nachgang fest: “Das Vogtland ist überall schön, deshalb darf es keine Neiddebatte darüber geben, welches Reiseziel wohl attraktiver ist. Wir brauchen einen noch stärken Zusammenhalt, ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das man ruhig auch als Vogtland-Patriotismus bezeichnen kann.“ Bei der Zusammenkunft im Kurhaus der Kultur- und Festspielstadt, an der unter anderem auch Landrat Rolf Keil und Luparts Landtagskollege Andreas Heinz teilgenommen hatten, wurden in Workshops auch neue Ideen formuliert. Etwa die, bei Kulturveranstaltungen vielmehr als bisher auf regionale Künstler zu setzen. (ts)