Verbraucherzentrale Auerbach: Seit 30 Jahren Rat und Hilfe

© Thomas H. Stranz

Auerbach. Die Verbraucherzentrale Sachsen in Auerbach besteht seit 30 Jahren. Grund genug, sich zur Feier Gäste auch aus Politik, Wirtschaft und Verwaltungen einzuladen. Darunter Ulrich Lupart, der sich gerne ins Gästebuch eintrug. Sein Dank galt vor allem Leiterin Heike Teubner für ihre engagierte Arbeit beim Aufbau und Leitung der längst über die Grenzen von Auerbach hinaus bekannten Einrichtung. (ts)

Vor Kreistagssitzung: Klinikmitarbeiter demonstrieren

Plauen/Reichenbach. Ulrich Lupart unterstützt den für Donnerstag vor der Kreistagssitzung in Plauen geplanten Protest der Reichenbacher Paracelsus-Mitarbeiter. Sie werden am Nachmittag vor der Festhalle für den Erhalt ihrer Klinik Flagge zeigen und auch die Bürgerfragestunde in der Sitzung nutzen, ihr Anliegen deutlich zu machen. Lupart: „Die Lösung kann nur eine Rekommunalisierung der Einrichtung sein. Von allen Kreisräten erwarte ich deshalb, dass sie sich noch vor Weihnachten zu dieser Frage positionieren. Jeder muss öffentlich zeigen, wo er steht. Um eine Sondersitzung werden wir deshalb wohl nicht herumkommen.“

Lupart steht schon länger mit dem Betriebsrat der Klinik in Verbindung und hatte die Demo am Donnerstag mit angeregt. (ts)

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine: Jobcenter nennt Zahlen

Plauen. Beim Qualifizierungsgrad ukrainischer Kriegsflüchtlinge warnt Ulrich Lupart vor zu viel Euphorie bei hiesigen Arbeitgebern:  „Das Plauener Arbeitsamt hat uns  heute bei einem turnusmäßigen Treffen aktuelle Zahlen vorgelegt. Demnach gaben von den 1396 im Jobcenter gemeldeten Ukrainern 53 Prozent an, keine beziehungsweise nur geringe berufliche Qualifikation zu besitzen.  Das mag ja anderswo im Land anders aussehen, für das Vogtland sind das aber keine ermunternden Zahlen und da müssen wir uns ehrlich machen. Zudem verfügen nur etwa neun Prozent über Grundkenntnisse in Deutsch. Und dies vor dem Hintergrund, dass das Jobcenter selbst einräumt, dass im Vogtland Träger und Dozenten für Sprachkurse fehlen.“ Auf Luparts Frage, wie viele der im Vogtland lebenden ukrainischen Flüchtlinge bereits Arbeit haben beziehungsweise vermittelt werden konnten, hatte das Amt keine hinreichende Antwort. „Trotzdem möchte ich betonen, dass die Jobcenter-Mitarbeiter gerade vor den aktuellen Herausforderungen sehr gute Arbeit leisten.“ (ts)

Klinik in Not (Update): Gespenstige Stille

Oelsnitz/Reichenbach. Für morgen hat sich der Insolvenzverwalter bei der ins Trudeln geratenen Reichenbacher Paracelsus-Klinik zum Gespräch angekündigt. Diese Information erhielt Ulrich Lupart heute nach einem Kontakt mit Belegschaftsvertretern: „Das wird auch Zeit. Bei den Beschäftigten gibt es momentan zu dem Thema nämlich kaum Kommunikation, es herrsche gespenstige Stille, wurde mir berichtet.“ Für den Fortbestand des Hauses favorisiert Lupart die Rekommunalisierung und Zusammenlegung mit dem Klinikum Obergöltzsch in Rodewisch, um dann als Eigenbetrieb des Vogtlandkreises weiterzumachen. Und er sagt: „Vor allem aber nehme ich Sachsens Sozialministerin Petra Köpping beim Wort, welche die 78 Krankenhäuser im Freistaat bekanntlich erhalten will.“ (ts)

Klinik in Not: Rettungsanker Rekommunalisierung

Oelsnitz. Am Montag wird sich Ulrich Lupart mit Vertretern der in Insolvenz geratenen Paracelsus-Klinik Reichenbach treffen: „Es sieht nicht gut aus. Viele Mitarbeiter dort glauben, dass zum Jahresende die ersten Kündigungen verschickt werden, die Lichter also bald ausgehen. Trotzdem halten sie noch zur Stange. Das ist bewundernswert. Ich sehe die einzige Möglichkeit nun in der Rekommunalisierung und Zusammenlegung mit dem Klinikum Obergöltzsch in Rodewisch, um dann als Eigenbetrieb des Vogtlandkreises weiterzumachen. Dazu muss sich der Kreistag umgehend positionieren.“ (ts)

Theater und das liebe Geld: Einladen und reden

Frank Schaufel und Ulrich Lupart (hinten von links) mit Jacqueline Treydel und Marcus Sandmann vom Tgeater Plauen-Zwickau. © Thomas H. Stranz

Plauen. Geht es nach einer Idee von Ulrich Lupart wird das Vogtlandtheater alsbald die Kreisräte zu einer Informationsveranstaltung in das Haus am Plauener Theaterplatz einladen – verbunden vielleicht sogar mit einer kleinen Theateraufführung. Diesen Vorschlag hat Lupart jetzt Marcus Sandmann gemacht, Obmann des Lokalverbandes der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger und somit Betriebsrat am Theater Plauen-Zwickau. Der schrieb jüngst alle Landtagsabgeordneten der Region an, um über Geld zu reden.

Konkret geht es um die Zustimmung im anstehenden Doppelhaushalt zum Kulturraumfördergesetz samt Kulturpakt sowie um das, was Kommunen und Landkreise tun können. Bislang haben nur Lupart und sein Fraktionskollege Frank Schaufel den persönlichen Kontakt gesucht. Lupart: „Dabei ist der doch wichtig. Wir haben Marcus Sandmann bei unserem Besuch am Freitag schließlich zwei Dinge vorgeschlagen, die in der Region Wirkung zeigen können. Neu-Theaterintendant Dirk Löschner sollte rasch Kontakt zu Neu-Landrat Thomas Hennig suchen und wenn möglich eben die Kreisräte mal einladen. Denn Haushaltsgeld zu verteilen ist nicht mehr so einfach geworden, weil jeder unter den finanziellen Lasten durch Corona, Krieg und Energiekrise stöhnt. Da müssen sicher von beiden Seiten Zugeständnisse gemacht werden. Aber nicht, ohne vorher darüber zu reden.“ (ts)

Podiumsdiskussion: Thema Energie

Oelsnitz. „Herausforderung im Energiewandel“ lautet das Thema einer Podiumsdiskussion, die das Bundesprogramm Partnerschaft für Demokratie am Donnerstag, 20. Oktober im Schloss Voigtsberg in Oelsnitz veranstaltet. Eingeladen sind Experten aus Politik und Wirtschaft. Dazu Ulrich Lupart: „Ich bin sehr froh, dass ich unsererseits für das Podium meinen Fraktionskollegen Thomas Prantl aus Annaberg-Buchholz gewinnen konnte. Er ist Naturschutzpolitischer Sprecher unserer Fraktion sowie Mitglied im Ausschuss für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft des Landtages und bringt als Agraringenieur ganz sicher auch die nötige Erfahrung für das komplexe Thema mit. Zugleich begrüße ich, dass der repräsentative Fürstensaal des Oelsnitzer Schlosses als Veranstaltungsort ausgewählt worden ist.“
Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Das Landratsamt als Organisator bittet jedoch um eine Voranmeldung unter pfd@vogtlandkreis.de (ts)

Radio: UKW muss vorerst bleiben

Plauen/Dresden. Ulrich Lupart unterstützt die Forderung sächsischer Privatradios, auch über 2026 hinaus auf UKW-Frequenzen senden zu können: „Ich sage das nicht zuletzt mit Blick auf unser Vogtlandradio. Das versorgt die Menschen nicht nur verlässlich mit Musik und Nachrichten, sondern hat im Katastrophenfall eine wichtige Aufgabe, kann aktuelle Informationen aus dem Krisenstab des Landkreises faktisch in Echtzeit verbreiten und so vor möglichen Gefahren warnen. Dazu wird im Funkhaus an der Haselbrunner Straße in Plauen extra Notstrom vorgehalten, der selbst bei einem Blackout den nahtlosen Betrieb sichert.“
Sächsische Privatradios hatten sich an alle Fraktionen im Landtag gewandt, weil ihre UKW-Frequenzen laut einem Gesetzentwurf ab 2026 abgeschaltet werden sollen. Nur 12 Prozent aller Hörer nutzen aber bereits den Nachfolgestandard DAB+. Zwar wird das Vogtlandradio voraussichtlich ab dem Frühjahr 2023 über einen lokalen Multiplex DAB+ anbieten, will parallel aber solange wie möglich auf UKW senden. (ts)

Friedliche Revolution: Erinnerung mit Kerzen

© Thomas H. Stranz

Plauen. Mit einer Gedenkveranstaltung am Plauener Wendedenkmal ist am Abend des 7.Oktober an die Ereignisse vor 33 Jahren erinnert worden, als die Friedliche Revolution von Plauen aus ihren Weg in die DDR nahm. Wichtiges Utensil damals: Kerzen. Am Südportal der nur wenige Meter vom Denkmal entfernten Lutherkirche konnten diese Lichter auch heuer wieder entzündet werden.

Gut 100 Vogtländer machten davon Gebrauch, darunter auch Ulrich Lupart. Der legte den Weg bis zur Kirche gemeinsam mit Frank Pfeil zurück und berichtete dem gebürtigen Brandenburger von seinen ganz persönlichen Wendeerlebnissen. Pfeil ist Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium des Innern und überbrachte in Plauen Grußworte von Ministerpräsident Michael Kretschmer. (ts)

Behindertenparkplatz: Mehr Fingerspitzengefühl im Plauener Rathaus gefordert

Plauen/Oelsnitz. „Juristisch womöglich korrekt, menschlich aber eine Katastrophe.“ mit diesen Worten kommentiert Ulrich Lupart den Fall von Ingrid Eschke und Günter Rauh aus Mühltroff, über den die Freie Presse am Freitag berichtete. Weil die 80 und 87 Jahre alten Senioren ihr Auto auf einem Sonderparkplatz für Schwerbehinderte in Plauen abstellten, müssen sie mehr als 300 Euro zahlen. Der Grund: Der Behindertenausweis von Günter Rauh ist dort nicht gültig. „Hier muss Oberbürgermeister Steffen Zenner umgehend eingreifen, Menschlichkeit zeigen und die Sache im Interesse der beiden Mühltroffer klären“, sagt Lupart, der dem Stadtchef nicht einmal persönlich einen Vorwurf macht. „Er kann nicht alles wissen, was in seinem Rathaus an Amtshandlungen passiert. Aber er sollte sich bemühen, dass seine Mitarbeiter künftig bei ihren Entscheidungen mehr Empathie zeigen“, sagt Lupart, zu dessen Wahlkreis Mühltroff gehört und der als Altbürgermeister der früheren Gemeinde Reuth kommunale Verwaltungserfahrung hat. (ts)